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Immobilien regional

Wachstum außerhalb der Region

 
Bilanz. Die betriebswirtschaftlichen Anforderungen an die Wohnungsbauunternehmen in der Region steigen. Sinkende Margen aufgrund von steigenden Baukosten zwingen die Projektentwickler zunehmend, am Markt professioneller und  innovativer zu agieren.
 

Nur dadurch sei es möglich, die Baukosten noch überschaubar zu gestalten, so Karl Strenger. Der geschäftsführende Gesellschafter der Strenger Gruppe sieht das Familienunternehmen für die Zukunft  dennoch gut aufgestellt.   So ist das Unternehmen neben Baden-Württemberg zunehmend auch in Bayern und Hessen tätig.  Aus dem Berliner Wohnungsmarkt hat sich das Unternehmen schon vor der Einführung des Mietendeckels zurückgezogen. Karl Strenger: „So etwas lässt sich nicht mehr finanzieren“.


Ist das frei stehende Einfamilienhaus noch erschwinglich? Wer kann sich überhaupt noch Immobilieneigentum in der Großstadt leisten? Karl Strenger über Ansprüche und Kosten im Interview.
 
Mit seiner Tochterfirma Baustolz entwickelt der Projektentwickler auch Eigenheime, die durch Standardisierungen 20 Prozent unter dem Marktpreis angeboten werden können. Seit zwei Jahren gehört zu Strenger Gruppe auch  die IQ Intelligentes Wohnen. Das Start-up agiert mit unkonventionellen Ideen als Ideenschmiede des Familienunternehmens.   Jüngstes Projekt: Mehrere Reihenhäuser in Holzbauweise mit Fassadenbegrünung in Ludwigsburg.
 
Im zurückliegenden Jahr  erzielte  die Strenger Gruppe einen Produktionsumsatz von 141 Millionen Euro, was einen Rückgang gegenüber dem „Rekordjahr 2018“ von sechs Prozent entspricht. Gleichzeitig konnte aber das Eigenkapital der Gruppe von 40 auf 45 Millionen Euro erhöht werden. Das Geld dient vorwiegend der Finanzierung der laufenden Projekte  wie zum Beispiel dem neuen Stadtquartier Baywa-Areal mit 113 Wohnungen und Business-Apartments im Ludwigsburger Westen, erläutert Dr. Lis Hannemann-Strenger, Mitglied der Geschäftsleitung. Zudem  standen einige Projekte zum Bilanzstichtag immer noch in der Pipeline, weil politische Abwägungsprozesse noch nicht abgeschlossen waren, so Karl Strenger. Trotzdem sei das Ergebnis „auskömmlich“ gewesen.
 
Die Strenger Gruppe will sich im aktuellen Jahr weiter auf das Bauträger-Geschäft konzentrieren und rechnet bis Ende 2021 durch  Grundstückseinkäufe im zurückliegenden Jahr in den Regionen München und Frankfurt mit einem deutlichen Umsatzplus zwischen zehn und zwanzig Prozent. Dabei setzt der Familienunternehmer weiterhin auf Wachstum aus eigener Kraft.
 
Die neuen Absatzmärkte sieht Karl Strenger durchweg optimistisch, während er den Stuttgarter Immobilienmarkt  eher pessimistisch einschätzt. Zwar werde insgesamt die Nachfrage nach Wohnimmobilienweiter steigen. „Die Bäume wachsen aber auch hier nicht mehr in den Himmel“. Vor allem Kapitalanleger sähen nur noch schmale Renditen, weil aufgrund der gesetzlichen Maßnahmen und der hohen Bodenpreise in der Landeshauptstadt die Schere zwischen erzielbaren Mieten und Kaufpreis immer weiter auseinanderging.
 
Dass trotzdem nach wie vor Geld vorhanden ist, zeigt  die Höhe des durchschnittlichen Eigenkapitals bei der Finanzierung einer Immobilie. Der liege im Schnitt bei der Strenger Tochter Baustolz zwischen 10 und 20 Prozent, während im Hochpreissegment der Eigenanteil zwischen 30 und 50 Prozent liege. Fünf Prozent der Käufer einer Strenger-Immobilie würden den Kauf komplett aus Eigenmitteln bestreiten, so
Dr. Lis Hannemann-Strenger.